Honig als Nahrung und Heilmittel

Was ist Honig eigentlich genau?

Diese scheinbar einfache Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten! Die einen sehen ihn am häufigsten als eine “nahrhafte Süssigkeit”. Anderen halten ihn für “von den Bienen gesammelten, in Zellen gereiften Nektar”. Chemiker beschreiben den Honig als “Kohlenhydrat, wo das Verhältnis des Sauerstoffes und des Wasserstoffes immer 2:1 ist”. Die Ärzte halten ihn für eine “heilkräftige Süssigkeit”, die aus einfachem Zucker besteht. Die Biologen sagen, dass er “das wunderbarste Geschenk der Natur” ist. Alle diese Definitionen sind wahr und korrekt, doch keine umfasst alle Eigenschaften dieser wunderbaren Substanz.

Honig wurde als nahrhafte Süssigkeit schon seit Jahrhunderte bekannt. Das ist auch nicht überraschend, da diese Substanz einige wertvolle Substanzen enthält, die für unseren Körper und unsere Gesundheit von entscheidender Bedeutung sind. Die wichtigste Komponente des Honigs, der Fruchtzucker (Fruktose), ist zweimal so süss als Rohr- oder Rübenzucker, der im Haushalt üblich ist. Das Süssigkeitsgefühl des Kristallzuckers ist 100, das der Fruchtzuckers liegt bei 174. Der Honig enthält 5-6 verschiedene Zuckerarten. Bei 85-95% handelt es sich um leicht verdauliches Monosaccharid (kurze Kohlenketten), also Trauben-Fruchtzucker. Schwer verdauliche Disaccharide (lange Kohlenketten) und Polysaccharide kommen fast gar nicht vor. Ausserdem enthält diese Substanz viele funktionierende Enzyme, einschliesslich Invertase, Diastase, Katalase, Peroxidase, Reduktase usw. Diese Enzyme fördern den Abbau der Nahrung und unterstützen damit die Verdauung. Die freien Aminosäuren und andere organischen Säuren haben eine appetitanregende Wirkung.

Hier sind einige weitere Fakten über die Heilwirkung des Honigs:

  • Wegen des relativ hohen Wasserstoffperoxidgehalts hat der Honig antibakterielle Eigenschaften und kann als Desinfektionsmittel verwendet werden.
  • Der Honig enthält auch Propolis – noch ein Grund für seine desinfizierende, beruhigende und schmerzstillende Wirkung.
  • Der Blütenstaub im Honig enthält Prostatia, darum ist es zur Vorbeugung und zur Heilung der Vordersteherdrüsse (Prostata) geeignet.
  • Acetylcholin, ein Neurotransmitter, spielt in der Nerventätigkeit eine Schlüsselrolle. Mit dauerhaftem Honigverzehr kann man genug dieses Neurotransmitters für die Prävention mehrerer schweren, unheilbaren Krankheiten, wie Parkinson-Krankheit, einnehmen.

Mehr als hundert Geschmack- und Aromastoffe sind im Honig vorhanden. Deswegen ist es nur logisch, dass besondere Honigsorten auch besondere Heilwirkungen haben. Jede Honigsorte enthält zu 18-19 % Wasser, welches durch die Pflanzenzellen mehrmals von jeglichen Schadstoffen befreit worden ist. Aber sie enthalten auch diverse Blütenpollen, je nach Honigsorte. Der Linden-, Fichten- und Kastanienhonig, ist zum Beispiel reich an lebenswichtigen Mineralstoffen, sowohl Mikro- und Makroelemente. Verschiedene Honigsorten haben auch verschiedene Kristallierungszeiten. Die schnellere Kristallisierung einzelner Honigarten (Raps-, Linden-, Buchweizenhonig) wird, entgegen der allgemeinen Überzeugung, nicht durch fabrikmässige Zuckerzusatz verursacht. Sie tritt wegen des höheren Anteils des wertvollsten Traubenzuckers (Glukose) ein.

In anbetracht der obengenannten Informationen ist es offensichtlich, dass einige Menschen Honig für eine Medizin halten. Es gibt doch Unterschiede: Medikamente sind teuer, der Honig billig. Ein anderer Unterschied ist, dass Honig keine schädlichen Nebenwirkungen hat. Er ist auch fast in unbeschränkter Menge verzehrbar. Man kann ihn auch mit anderer Nahrung, besonders mit Alkohol, verwenden.